Das Collège Paul-Éluard zu Besuch am Albert-Einstein-Gymnasium

Dienstag, der 12. Mai 2015, 19:00h, Flughafen Schönefeld: Die Schüler beider Schulen liegen sich in den Armen und wollen sich nicht voneinander verabschieden. Die vier Lehrerinnen versuchen in den verschiedenen Sprachen, die französischen Austauschschüler zum Einchecken zu bewegen. Küsschen links, Küsschen rechts, es sind ja nur noch knapp drei Wochen und wir Deutschen erleben unsere Reise nach Paris mit einem Wiedersehen. Bis hierhin scheint der Austausch ein voller Erfolg zu sein. Es haben sich Freundschaften ergeben, es wurde viel zusammen gemacht: gemeinsamer Unterricht, gemeinsamer Sport, eine bilinguale Rallye quer durch Mitte, ein Bowlingspielen mit anschließendem Pizzaessen. Es wurde viel gelacht, viel gesungen, viel geredet, mal in der einen, mal in der anderen Sprache, und wenn gar nichts mehr ging in einer dritten Sprache oder mit Händen und Füßen.

Es war wieder schön und wir wollten sie nicht gehen lassen. Schon wurden die ersten Fragen nach längeren Austauschmöglichkeiten am Flughafen gestellt. Hoffen wir, dass diese Freude anhält, jetzt kommt erst einmal das Warten auf unseren Abflug.

Das Albert-Einstein-Gymnasium zu Besuch am Collège Paul-Éluard.

Abschlussbericht

Reisebericht vom 01.06.2015 - 08.06.2015

Im folgenden Reisebericht erzählen einige Schüler von ihren Eindrücken, Tagesabläufen und Erfahrungen während unseres Aufenthalts in Paris/ Châtillon.

Montag, 01.06.2015

4:30h an einem Montagmorgen. Heute war es endlich soweit, unsere langersehnte Reise nach Paris begann.

Draußen ging langsam die Sonne auf, auf dem Weg zum Flughafen war mir etwas mulmig zumute, und nicht nur mir ging es so, auch Johanna, eine Freundin, mit der ich zusammen zum Flughafen gefahren bin, war aufgeregt. Wir sangen lautstark zu der Musik im Auto, wo noch deutsche Radiosender liefen und genossen die letzten Minuten mit unseren Eltern, die wir nun 8 Tage nicht sehen würden. Es war meine erste Auslandreise ohne Eltern. Als wir endlich im Flieger saßen, machte sich erneut eine Aufregung breit, sei es wegen des Flugs, der Freude, unsere Austauschpartner zu sehen oder der kleinen Angst vor der Unterkunft in den Gastfamilien. Der Flug verlief sehr entspannt und nach einem gefühlten Wimpernschlag waren wir auch schon in Paris angekommen. Das Wetter war angenehm frisch und ich habe mich sofort wohl gefühlt. Ein Bus hat uns zum Collège Paul Eduard unserer Austauschpartner nach Châtillon gefahren.

Dort wurden wir herzlich begrüßt, trafen auf unsere Austauschpartner und durften Unterrichtsbesuche machen. Ich war zusammen mit Luca im Mathematikunterricht einer neunten Klasse. Wir wurden begrüßt und die Lehrerin hat ein wenig mit uns geplaudert. Die Schüler machten große Augen, als wir ihre Fragen auf Französisch beantworteten. „ Ohh, ils ont compris“, darauf meinte ich dann ganz stolz „mais, oui!“.

Sie waren sehr sympathisch.

Funktionen und Gleichungen wurden behandelt, die gleichen Themen wie bei uns. Mathematik ist nicht gerade Lucas Lieblingsfach und ich war einfach viel zu aufgeregt um mich auf den Stoff zu konzentrieren also beschlossen wir, mal einen Blick in die Reihen zu wagen und trafen auf einen Jungen namens Valentin, der einem Klassenkameraden mit dem gleichen Namen, zum Verwechseln ähnlich sah. In der Pause stellte Léa, meine Austauschpartnerin, mich ihren Freunden vor. Ich wurde oft angesprochen und habe mir viele neue „Freunde“ gemacht als ich noch ein wenig mit der Klasse von Valentin geplaudert habe.

Nach der Pause ging es zum ersten Mal zur Metro um nach Paris zu fahren. Nun waren wir schon mehr als 8 Stunden unterwegs, doch noch kein bisschen müde. Wir besuchten Notre Dame, erblickten den Eifelturm zum ersten Mal und saßen anschließend an der Seine. Das Wetter war sehr schön. Wir besuchten die ersten kleinen Lädchen, entdeckten die Crêpe-Stände und bewunderten die vielen Schlösser an der Liebesbrücke. Die Zeit verging wie im Flug und leider war keine Zeit mehr, ein Schloss anzuhängen. Nach mehr als 14 Stunden ging es dann zum ersten Mal in die Gastfamilien. Immer noch aufgeregt doch mittlerweile sehr müde kam ich bei Léa an und wurde herzlich aufgenommen. Am Abend sahen wir noch ein wenig fern und sie erklärte mir, dass die Schlösser an der Brücke, die wir heute betrachtet hatten, morgen abgerissen werden würde. Zum Glück hatten wir doch kein Schloss rangehangen. Voller Vorfreude auf den morgigen Tag ging ich dann auch früh zu Bett. /Duygu Akay

Dienstag, 02.06.2015

Wir sind heute als erstes mit der Metro zum Eiffelturm gefahren. Dafür mussten wir bei der Station „Montparnasse Bienvenüe“ umsteigen. Wir sind dann bei der Station „Bir-Hakeim“ ausgestiegen und zum Eiffelturm gelaufen. Als wir direkt davor standen, war das sehr beeindruckend. Die vier „Füße“ sind unglaublich groß und hoch. Der Eiffelturm öffnet erst um 9:30 Uhr aber wir haben uns schon viel früher angestellt – dadurch waren wir sehr weit vorne in der Schlange. Unter und vor dem Eiffelturm sind viele Straßenverkäufer herum gelaufen, die auch immer wieder direkt zu uns gekommen sind und uns gefragt haben, ob wir etwas kaufen möchten. Als wir schließlich unsere Karten hatten, wurden erst mal unsere Rucksäcke kontrolliert, bevor wir auf den Eiffelturm durften.

Wir haben uns in kleine Grüppchen aufgeteilt und sind die Treppen hinaufgestiegen. Das war sehr anstrengend, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn der Ausblick war atemberaubend. Wir sind ein bisschen auf der ersten Plattform herumgelaufen und haben dann den Anstieg zur zweiten Plattform gewagt. Von dort war der Ausblick sogar noch schöner. Nach kurzem Verweilen sind wir wieder alle Treppen hinab zum Ausgang gestiegen und haben uns mit den anderen getroffen. Dann sind wir alle zusammen ein kleines Stück weiter gelaufen und haben dort, auf einer Steintreppe eine Pause gemacht, um uns den Vortrag über den Eiffelturm anzuhören, den zwei Schülerinnen vorbereitet hatten.

Als der Vortrag vorbei war, haben wir noch ein paar Fotos gemacht und sind zur Metro gelaufen. Wir sind an der Station „Charles de Gaulle Etoile“ ausgestiegen und wollten eigentlich direkt zum Triumphbogen gehen, aber dort standen ein paar Leute noch in der Metro Station und haben gesagt, dass wir diesen Weg nicht nehmen dürfen, weil der spanische König in Paris war und zum Triumphbogen wollte. Also sind wir einen anderen Weg gegangen und haben dann auch tatsächlich gesehen, dass fast alle Straßen rund um den Triumphbogen abgesperrt waren. Wir sind um den Triumphbogen herumgegangen und zur Champs-Elysee gelaufen. Dort haben unsere Lehrerinnen entschieden, dass wir erstmals zwei Stunden Freizeit bekommen. Also haben wir uns wieder in kleine Gruppen aufgeteilt und sind rumgelaufen, haben uns die Geschäfte angeguckt aber nicht wirklich was gekauft, weil einfach alles viel zu teuer war. Um 14 Uhr sind wir zum Triumphbogen zurückgegangen und dann auch auf die Aussichtsplattform. Auch von da war die Aussicht sehr schön. Dort haben wir uns wieder zwei kleine Vorträge über die Champs-Elysee und den Triumphbogen angehört, die auch wieder zwei Schülerinnen vorbereitet hatten. Nachdem wir wieder unten waren sind wir in die Bahn gestiegen und in das Viertel „La Defense“ gefahren. Dort haben wir uns hingesetzt und unser Picknick gegessen. Um 16 Uhr haben wir uns mit der Metro auf den Rückweg zur Schule gemacht. Als wir an der Schule ankamen, haben unsere Austauschschüler schon auf uns gewartet. Einige von uns sind dann zusammen in einen kleinen Park in der Nähe der Schule gegangen, haben gequatscht und gespielt. Es war ein sehr schöner Tag. /Vivien Kasten

Mittwoch 03.06.2015

Der dritte Tag in Paris. Wie jeden Morgen haben wir uns um 08:00 Uhr vor der Schule in Châtillon getroffen. Trotz des leider eher schlechten Wetters sind wir mit der Metro losgefahren, um das Louvre zu besuchen. Gleich nachdem wir uns dann dort den Vortrag zum Louvre angehört hatten, haben wir erstmal eine halbe Stunde Freizeit bekommen, da wir noch darauf warten mussten, in den Louvre gehen zu können. Die haben Marieke, Duygu, Isabella und ich gleich genutzt um Fotos zu machen und Macarons zu essen. Als wir dann endlich in den Louvre durften, haben wir uns in Gruppen aufgeteilt, um mit unserer Rallye durch das Museum zu starten. Auf unserem Rallyerundgang haben wir viele beeindruckende und bekannte Gemälde wie die Mona Lisa gesehen.

Nachdem wir uns durch die Menschenmassen im Museum durchgekämpft hatten, haben wir auf dem Place de la Concorde eine kleine Esspause gemacht. In einem Kreis zusammengesessen und dabei Musik gehört. Gleich danach sind wir losgegangen, um zum Centre Pompidou zu kommen. Dort hatten wir Zeit nach dem nächsten Vortrag in kleinen Gruppen durch die kleinen, hübschen Straßen zu laufen. Meine Gruppe hat die Gelegenheit gleich genutzt, um Sonnenbrillen, Postkarten und andere kleine Geschenke zu kaufen.

Außerdem haben wir uns auch das derzeit im Bau befindende Einkaufszentrum Les Halles angesehen, das zurzeit leider etwas enttäuschend war. Nach einem kurzen Sonnentanken und Musizieren mit einem Straßenmusiker, haben wir die Sieger der Rallye gekürt. Die Gewinnergruppe war die Gruppe von Henrieke ! Kurz darauf sind wir wieder zurück nach Châtillon gefahren. Dort haben wir uns von den Lehrern verabschiedet und sind zusammen mit unseren Austauschpartnern in einen nahegelegenen Park gegangen. Dort haben wir Eis gegessen und viel geredet und so auch an unserem dritten Tag in Paris viel erlebt und sind viel unterwegs gewesen. /Luisa Carmanns

Donnerstag, 04.06.2015

Der Donnerstag war nun unser vierter Tag in Paris und außerdem mein 15. Geburtstag. Auf dem Programm stand eine Besichtigung des parisischen Untergrundes, ein Ausflug in den Jardin de Luxembourg und ins Quartier Latin.

Wir haben uns pünktlich um 8 Uhr im Collège getroffen. Dort wurde mir von allen gratuliert und von einigen habe ich sogar Geschenke bekommen. Dann wurde „Zum Geburtstag viel Glück!“ bzw. „Joyeux anniversaire!“ gesungen, das war wunderschön und ich habe mich sehr geehrt gefühlt. Nachdem ich mich bei allen bedankt hatte und wir uns von den Franzosen verschiedet hatten, ging es mit der Métro zu den Katakomben.

Dort haben wir uns einer Taschenkontrolle unterzogen, uns die Regeln, die dort gelten, angehört und sind dann eine sehr lange Treppe hinabgestiegen.

Als wir endlich unten ankamen, sind wir zusammen durch einen langen Gang gegangen, der ca. 25 Meter unter der Erde entlang führt. An dessen beiden Seiten waren unglaublich viele Totenschädel und Knochen aufgestapelt. Es war ein sehr ruhiger und faszinierender Ort, wenn man bedenkt, dass jeder Knochen zu einem Menschen mit einer eigenen Geschichte gehört.

Als wir wieder nach oben kamen, sind einige noch in einen Souvenir-Laden gegangen. Danach ging es weiter zum Jardin de Luxembourg. Dort hatten wir zwei Stunden Freizeit. Ich habe diese genutzt, um mit acht anderen in einen Supermarkt zu gehen. Doch bis wir den erreicht hatten, waren wir nur noch zu fünft: Kiara, Duygu, Jakob, Jonas und ich. Im Supermarkt haben wir Getränke und viele Kekse gekauft, doch leider kein „Aloe“. „Aloe“ ist ein Getränk, welches wir am ersten Tag auf der Champs-Elysée gesehen hatten und seitdem erneut finden wollten, um es einmal zu probieren. Als wir bezahlt hatten, haben wir uns auf eine Bank im Park gesetzt. Weil es so heiß war, sind wir irgendwann auf die Idee gekommen, eine Wasserschlacht zu machen. Plötzlich waren Kiara, ich und vor allem Jakob klitschnass. Davon haben wir sehr lustige Videos gemacht, die wir uns später angesehen und darüber gelacht haben. Danach haben wir noch den großen Garten besichtigt und es uns an dem Brunnen gemütlich gemacht. Die zwei Stunden gingen viel zu schnell vorbei, also haben wir uns auf den Weg zu dem Treffpunkt gemacht, den wir vorher mit den anderen vereinbart hatten.

Der Tag war sehr schön und ich bin froh, dass ich meinen Geburtstag zusammen mit meinen Freunden in Paris verbringen durfte. Ich habe alles sehr genossen – das Wetter, die Ausflüge, die Vorträge über die Sehenswürdigkeiten und vor allem die Erfahrung, einen Schüleraustausch in einer so liebevollen Familie machen zu dürfen. /Johanna Mathiesen

Freitag, 05.06.2015

Heute geht es erst um 9 Uhr zur Schule, dabei haben wir unsere französischen Austauschpartner. Unser Ziel ist La Cité des Sciences in La Villette. Nach einer langen Straßenbahnfahrt, auf der man gut die anderen Stadtteile von Paris betrachten konnte, besuchten wir zuerst das Museum, und schauten dann einen 3-D Film in La Géode. Das Kino war beeindruckend geräumig und informiert wurden wir heute erneut mit einem wirklich tollen Vortrag. Mittags machten wir alle ein großes Picknick auf der Wiese.

Das Wetter wurde immer wärmer, es waren mehr als 35 Grad, die gute Laune machten. Nach einem abwechslungsreichen Besuch im Planetarium fuhren wir zurück zur Schule. Heute feierte Heloise zusammen mit Johanna, die beide am vorherigen Tag Geburtstag hatten ihren Geburtstag nach.

Zum ersten Mal bekam ich den Alltag von den Franzosen wirklich mit, manche mussten vor der Party zur ihren Proben, zum Sport und einige sogar noch ein Geschenk besorgen. Ja gut, es sind ja auch nur verplante Jugendliche wie wir, die halt eine andere Sprache sprechen. Léa, Axelle, Henrike und ich haben dann die kleine Schwester von Axelle abgeholt, mit Grundschülern geplaudert und sind anschließend einkaufen gegangen. Dann wurden Taschen gepackt, da Léa und ich eingeladen waren, bei Heloise zu übernachten, denn am nächsten Tag ging es früh nach Versailles. Die Party war sehr gelungen, und man merkte wie die Musik uns alle verband. /Duygu Akay

Samstag, 06.06.2015

Heute war für mich der beste Tag der Woche, obwohl wir alle etwas ängstlich waren auf uns alleine gestellt zu sein, da keine Deutschen in der Nähe waren. Frühmorgens besuchten wir gemeinsam mit Orane und Lara den Garten von Versailles, machten eine Fahrradtour und saßen gemütlich in einem Café. Nachmittags haben Léa und ich uns mit einigen anderen im Park getroffen.

Abends wurden wir dann mit sehr sympathischem Besuch überrascht. Die Tante von Léa und der Mann waren da. Wir redeten ein wenig auf Englisch bis ich mich traute und anfing auf Französisch zu antworten, da mir das zurzeit auch wirklich leicht fiel. Auch sie waren überrascht und lobten mich für mein Französisch, und so konnten wir uns, wenn auch nicht perfekt, den ganzen Abend verständigen. Wir kochten zusammen, und schauten uns das Champions-League Finale an, das in Berlin stattfand. Besonders cool fand ich, dass ich so auch den Lifestyle und die Kommunikation durch das freie plaudern mitbekam. Da wir abends noch gar nicht müde waren, bekamen wir große Lust noch durch Paris zufahren. Pünktlich um 00:00h schauten wir dem Eifelturm beim Leuchten zu, aßen Macarons und fuhren vorbei an der Seine entlang, sahen Notre Dame und alle Sehenswürdigkeiten bei Nacht. Spät am Abend kamen wir erschöpft aber glücklich zuhause an und gingen zu Bett. /Duygu Akay

Der Samstag war der Tag nach Heloise Geburtstagsfeier, die ja bis spät abends gefeiert wurde, darum war so gut wie jeder am nächsten Morgen vollkommen erschöpft.
Ich und mein Austauschpartner Zacharie standen erst um 14:00h auf, und waren trotzdem noch total müde. Doch da wir an dem Tag sowieso erst abends was unternehmen wollten, entschieden wir uns zuhause zu bleiben und uns einfach auszuruhen.
Ich und mein Austauschpartner kannten uns zwar davor schon, aber da wir in Berlin und die Zeit in Frankreich meist mit anderen unterwegs waren, waren wir noch nicht allzu vertraut. Während wir naschten, fingen wir an uns zu unterhalten und auch besser kennenzulernen.
Schließlich war es fast 18:00Uhr und da wir für den Tag noch was vorhatten, ging ich mit Zacharie und seinem Vater zur U-bahn, wo mir das Ziel noch vorenthalten wurde.
Ich war wirklich noch so erschöpft vom vorigen Tag, vor allem da ich das Gefühl hatte, dass Zacharie alleine mehr Power hat als ich jemals könnte, schlief ich tatsächlich in der U-Bahn ein und hatte darum wirklich keine Ahnung, wo wir schließlich gelandet waren.
Aber als wir an unserem Ziel ankamen, war es aus mit meiner Müdigkeit, denn Zacharie und sein Vater hatten mich zur größten Videospiel-Halle Frankreichs gebracht, in der es sogar ein Rodeo-Gerät gab.
Wir spielten jede Menge unterschiedlicher Sachen, bis uns schließlich die Münzen zum Spielen fehlten.
Daraufhin genehmigten wir uns ein Eis im Hard Rock Café von Paris!
Schließlich kehrten wir nach Hause zurück, wo McDonalds auf uns wartete und wir uns gemeinsam auf Französisch Hancock angeguckt haben.
Und obwohl ich auch gerne nach Versailles gefahren wäre, hat sich der Tag für mich Volksaufstand gelohnt! /Jonas Oliveri

Sonntag, 07.06.2015

Am Sonntag wurde ich um Punkt 10:00 von Zacharie geweckt, da wir vorhatten uns, um 12:00h mit der fast gesamten Paris-Berlin Austausch Gruppe zu treffen, für ein Picknick im Citröen Park! Wir fuhren alle gemeinsam hin und redeten über den vorigen Tag oder auch über Freitag. Wir aßen was und rannten über einen Platz, wo kleine Fontanellen dich nass machen und lachten alle gemeinsam. Als wir langsam trockneten, spielten wir mit einem Ball oder aßen erneut etwas.
Es war ein ziemlich langer Tag, alle haben sich amüsiert und so gut wie jeder hat Sonne getankt, ist braun geworden oder hat eben einen Sonnenbrand abbekommen, keiner wollte so richtig, dass der Tag aufhörte, denn schließlich war das der letzte gemeinsame volle Tag, den wir zusammen verbringen konnten. Der Abschied war aber nicht von Tränen geprägt wie der Tag danach.
Als Zacharie und ich zuhause ankamen, packte ich auch schon meinen Koffer und aß mit der Familie zu Abend. Und obwohl das mein letzter Abend mit der Familie sein sollte, war ich sehr glücklich, am nächsten Tag meine Familie wiedersehen zu können. Ich plauderte noch eine Weile mit Zacharie, bis ich schließlich einschlief. /Jonas Oliveri

Montag, 08.06.2015

Oh je, heute ist unser letzter Tag in Paris, der Letzte in den Familien und der letzte Tag des Austauschs. Der Morgen beginnt etwas traurig, da ich mich von meinen Gasteltern verabschieden muss. Ich hatte wirklich großes Glück in so einer sympathischen Familie aufgenommen zu werden und bedanke mich herzlich. A bientôt! Heute war für uns Deutsche ebenfalls ein sehr schöner Tag mit wirklich schönem Wetter. Wir fuhren zu Montmartre, kauften die letzten Geschenke ein und aßen die „letzten“ Macarons. Als kleine Zusammenfassung machten wir eine Bootsfahrt über die Seine, und konnten Karussell fahren. Für mich und für die meisten anderen ist somit ein kleiner Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Auch wenn die Bootsfahrt uns nur durch die Sehenswürdigkeiten führte, bekam ich einen Rückblick auf die vielen, vielen Eindrücke und Erlebnisse.

Und ich glaube, ich spreche nicht nur für mich, wenn ich behaupte, durch die Reise eine Menge Erfahrungen gesammelt zu haben. Ich bin viel sicherer und motivierter geworden, die französische Sprache zu sprechen, vor allem da mir persönlich in meiner 2. Fremdsprache im Gegensatz zum Englischen „der Klang im Ohr“ fehlte. Außerdem war es interessant, den Alltag, die Familien und sogar das Essverhalten Jugendlicher aus anderen Ländern kennenzulernen. Der Abschied fiel uns allen schwer, doch mir hat die Reise großen Spaß gemacht, ich würde es jeder Zeit wieder machen und habe eine neue Motivation, weiter Vokabeln zu pauken, schließlich möchte ich mich irgendwann mit Léa ohne Komplikationen verständigen können, denn für uns alle war klar, es gibt ein Wiedersehen. /Duygu Akay

Tägliche Berichte

8. Juni 2015

Montag früh. Aufgeregtes Geschnattere vor der Schule und den ganzen Weg zur métro. Alle berichten vom Wochenende!! Und vieles ist dabei: Bootsfahrt, Schwimmbad, Tour Montparnasse, france miniature, Paris bei Nacht und natürlich Versailles. 

Und man musste sich am Morgen von den Gasteltern verabschieden. Oh je, das fiel einigen schwer, aber einige haben eine Einladung für einen weiteren Besuch oder eine Mitfahrgelegenheit in den Sommerferien!! Quelle chance!!

Nun geht es auf zu Montmartre! Das Wetter ist grandios, der Blick ist einfach 'génial'! Der fast richtige Abschluss für eine tolle Reise mit tollen Schülern. Und wenn wir schließlich als Zusammenfassung der Reise eine Bootsfahrt über die Seine gemacht haben, treten wir die Rückreise an mit vielen Eindrücken, vielen Erlebnissen, mit neuen Freunden in den Herzen und vielleicht mit mehr Freude und Motivation, diese Sprache weiter zu lernen.

A bientôt à Berlin

Antje Hinterleitner & Meike Nowak

P. S.:
Nein!! Wir waren nicht in New York !!
Aber zum Abschied sind alle noch einmal mit dem Nostalgie-Karussell gefahren. Passte ja ein wenig zur Stimmung!!

P. S. 2:
Die Reise endet mit einem rekordverdächtigen und tränenreichen Abschied!!

6./7. Juni 2015

Pas de nouvelles sont de bonnes nouvelles – keine Nachrichten (von den Schülern und Gasteltern) sind gute Nachrichten.

5. Juni 2015

35 Grad in der Stadt!! La Cité des Sciences in La Villette, d.h. erst Museum, dann einen 3D-Film in La Géode und schließlich das Planetarium zusammen mit den französischen Austauschschülern. Einige Schüler bedauern, dass wir uns nicht draußen aufhalten, aber spätestens bei der fast zweistündigen Rückfahrt in Tram und Bus wissen wir alle, welches Glück wir hatten. Es ist unerträglich heiß. 

Nun beginnt das Wochenende. Die Vorfreude bei den Schülern ist groß. Viele gehen am Abend zu einer Geburtstagsfete, wenn auch nicht alle. Hier muss man wieder zeigen, dass man sich anpassen kann! Ansonsten ist vieles im Angebot. Am Montag werden wir sehen und hören, was alles besucht, besichtigt und gemacht wurde. 

Bon week-end à tous.

4. Juni 2015

Es scheint geschafft!! Die Schüler werden immer selbstständiger, denken bei den Metrofahrten mit, zählen selbst nach, sind pünktlich an den vereinbarten Treffpunkten und "lesen le Figaro économie". Was will man mehr als (Französisch)Lehrerin!!

Und so nebenbei besuchen wir den Invalidendom mit Napoleons Sarkophag, die Katakomben von Paris und schließlich den Jardin de Luxembourg. Und das Wetter? Wenn Engel reisen....

3. Juni 2015

Die ersten Ermüdungserscheinungen zeigen sich. So viele Eindrücke, so viele Wege, immer wieder umschalten von der einen in die andere Sprache, immer wieder anpassen an die Gastfamilien und auch an die Lehrerinnen, die so viel von allen verlangen.

Aber!! Trotz allem ist der Louvre faszinierend, die Tuilerien einfach toll zum Ausruhen, der Place de la Concorde beeindruckend und am Centre Pompidou kann man so toll mit den Gauklern feiern und singen.

Also alles in allem wieder ein schöner Tag, wieder anders als der erste und der zweite. Mal sehen, was morgen kommt???

2. Juni 2015

Es war einmal...

...eine Prinzessin in einer großen Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten und auch einem berühmten Turm. Um diesen zu besteigen müsste man lange, lange warten und um das Warten zu verkürzen ließ die Prinzessin alle ihre Habseligkeiten  liegen und Vertrieb sich die Zeit mit Spielen und Lachen. Ihre zwei Weisinnen warnten sie eindringlich vor den Gefahren der Stadt. Sie aber schlug alle Ratschläge in den Wind. Daraufhin geschah das unvermeidliche!!!

Oh Schreck, plötzlich war alles weg!!

Die Moral von der Geschicht, hörst du auf die Weisinnen nicht, so werden sie dir im besten Fall einen Streich spielen und im schlechtesten Fall stehst du ohne Hab und Gut da.

Und wer dachte, die Geschichte wäre hier zu Ende, der lasse sich eines besseren belehren. Wie "Deus ex machina" trat plötzlich ein (spanischer) König in unser Austauschleben und verwehrte uns den Triumph auf dem Bogen.

Fortsetzung folgt....

Trotz plötzlichem Staatsbesuchs des spanischen Königs Felipe, aufgrund dessen alle Reservierungen hinfällig wurden, konnten wir drei Stunden später sowohl den Arc de Triomphe als auch den Grande Arche besichtigen.

1. Juni 2015

4:30h. Alle stehen pünktlich, wenn auch müde am Flughafen, die Spannung steigt, die Neugier, aber sicher auch die Aufregung, was da kommt.

So lässt sich dann die erste nette Anekdote am Flughafen Paris-Orly erklären:

Eine Schülerin steht bis zum Schluss am Gepäckband und wartet auf ihren Koffer. Er ist nicht zu sehen. Die Menschen werden weniger, die Koffer auf dem Band auch. Nichts. Die Panik macht sich breit.  Ein Koffer fährt einsam im Kreis, aber nein! Das ist nicht ihr Koffer. Der sieht nämlich ganz anders aus, wenn auch ähnlich. Es werden wilde Spekulationen vorgenommen. Verwechslung. Jemand hat den falschen Koffer mitgenommen. Wir Lehrer machen uns schon fast zur Vermisstenanzeige für das Gepäck auf, als ein Mitschüler, auf die glorreiche Idee kommt, am Koffer nach dem Namen des verwirrten Passagiers zu schauen. Wer da so dumm war, den falschen Koffer zu greifen. Und?!? Siehe da!! Der Koffer trägt den Namen der Schülerin. Den Lacher hat sie auf ihrer Seite, die Häme sicher noch die ganze Woche.

Und so geht es dann gut gelaunt nach Châtillon mit kleinem Frühstück, Empfang vom Direktor, Unterricht in der Schule.

Und dann ist es endlich so weit!! Wir fahren nach Paris und wir hören 'Oh' und 'Ah' beim Anblick von Notre Dame, der Seine und dem Eiffelturm. Das Wetter spielt mit und nach fast 14 Stunden gehen alle in ihre Familien, immer noch gut gelaunt, wenn auch hundemüde, aber trotzdem mit den ersten tollen Eindrücken.

A demain Paris!!