Das Albert-Einstein-Gymnasium mal wieder auf Reisen: diese Woche – Italien!

Am Sonntag, den 14.05.17, machte sich eine Gruppe von 25 Schülern des Albert-Einstein- Gymnasiums auf den Weg nach Turin. Die Reise begann am Flughafen Schönefeld, wo sich einige tränenreich und viele aufgeregt von Familie und Freunden verabschiedeten. Am Check-In wurden die begleitenden Lehrer Herr Müller und Herr Ross schon einmal auf die erste Geduldsprobe gestellt: Ein Reisepass fehlte. Nach gefühlter Ewigkeit gelangten jedoch alle heil und mit vollständiger Ausstattung ins Flugzeug. Sitzplätze wurden getauscht und das allgemeine Chaos lenkte vom bevorstehenden Start des Flugzeuges ab. Danach lief alles nach Plan und jeder betrachtete von oben die kleiner werdende Heimat. Als die Alpen unter den Wolken auftauchten, wurden unter Begeisterungsbekundungen Fotos geschossen und die Erheiterung blieb bis zur mit Applaus gekrönten Landung bestehen.

Nach weiteren Stunden im Bus vom Flughafen Mailand Malpensa nach Turin wurde dann größtenteils geschlafen oder Musik gehört. Nach dem Ankommen bei den Austauschschülern und einem herzlichen Empfang verbrachten alle ihren restlichen Tag in den Gastfamilien.

Montag, der 15.05., startete für viele um einiges zu früh, da die Italiener um acht Uhr in der Schule sein mussten. Man kann dem alltäglichen Rhythmus eben nicht entfliehen! Die Berliner Gruppe saß die ersten beiden Stunden mit den Austauschschülern in deren Unterricht, welcher zuerst Englisch und danach Naturwissenschaften beinhaltete. Nachdem die zwei Stunden vorbei waren, machte man sich auf zum Automobilmuseum, das von der Kutsche bis zum Ferrari alles vorzuweisen hatte. Nach den angenehm klimatisierten Räumlichkeiten des Museums war der daraufhin folgende Spaziergang am Po und die Besichtigung der Borgo Medievale, einer Burg samt Mittelalter-Dorf, nur mit Eiscreme und kalten Getränken vom Kiosk auszuhalten.

Dieser anstrengende, aber bildreiche erste Tag endete wieder bei den Gastfamilien und bei vielen mit einem wundervollen italienischen Abendessen.

Noch sehr müde verbrachten die Berliner Schüler den Morgen des nächsten Tages mit einem Spaziergang durch die Innenstadt Turins: Markt an der Piazza della Repubblica,  römisches Stadttor Porta Palatina, Kathedrale samt Grabtuch Jesu und schlussendlich Piazza Castello und Monte dei Cappuccini. All diese Orte wurden von einer Führung durch das Museo del Risorgimento historisch ergänzt. Mit mehr Wissen im Kopf und wieder einmal eisgefüllten Mägen endete der offizielle Teil des Tages.

Der Nachmittag und Abend verliefen dann wohl für jeden unterschiedlich, denn die neu gewonnenen Freunde nahmen jeden einzeln unter ihre Fittiche.

Mittwoch wurde die  Berliner Truppe vormittags von den Italienern nach Venaria Reale (Sommersitz der Königsfamilie der Savoyer) begleitet, wo die Wasserspiele auf dem großen Platz für allgemeine Begeisterung sorgten. Auch der wunderschöne Schlossgarten wurde staunend durchlaufen. Das Highlight des Tages war jedoch am Nachmittag das Ägyptische Museum, das als zweitgrößtes auf der ganzen Welt (nach Kairo) zahlreiche Uschebti, Mumien, Särge und Statuen ausgestellt hatte. Die Führung durch das Museum war viel zu schnell vorbei und die daraufhin hungrigen Mäuler wurden beim gemeinsamen Abendessen mit den italienischen Familien und nach zahlreichen Basketball- und Volleyballspielen gefüllt.

Am Donnerstag, dem letzten vollständigen Tag, der in Turin verbracht werden sollte, teilte sich die Berliner Gruppe in zwei Hälften, von denen die eine das Kinomuseum, welches die Besucher durch zahlreiche interaktive Aktionen in den Bann zog, besuchte. Die andere ging auf die Turiner Buchmesse, wo sich für diejenigen, die noch nicht so gut Italienisch sprachen, auch englische Bücher finden ließen. Nachdem man wiedervereint war, machten sich die Italiener mit den Berlinern und von einer italienischen Lehrerin begleitet auf den Weg in eine Kletterhalle, um den Berliner Lehrern einmal eine Pause zu gönnen.

Später wurde ein letztes Mal ein gemeinschaftliches Abendessen in einem wundervollen Restaurant abgehalten und ganz nebenbei feierte man noch den Geburtstag eines Gastgebers mit Konfetti, Gesang und Kuchenüberraschung.

Freitag, der 19.05., begann mit einem früh morgendlichen Abschied von den neu gewonnenen Freunden, mit Tränen, Einladungen zum Besuch und vielen guten Wünschen von beiden Seiten. Zwei Stunden Zugfahrt später erreichte die Gruppe Mailand, wo die restliche Zeit bis zum Abflug am Abend durch eine von Herrn Müller geleitete Sightseeing-Tour durch die Innenstadt Mailands und mit Freizeit (sowie der Möglichkeit, in den zahlreichen Geschäften noch die letzten Souvenirs zu erwerben oder auch einfach nur etwas Schönes für sich selbst zu finden) überbrückt wurde.

Später dann der Check-In auf dem Mailänder Flughafen Malpensa. Der Rückflug begann um 21 Uhr und ein letzter Blick auf die Stadt, im Licht der untergehenden Sonne, tat sich auf. Die Gruppe, die über die Woche zusammengewachsen war, flog wieder über die Wolken zurück in die Heimat oder zweite Heimat, je nach Definition. Zwei Stunden Flug und danach noch das Warten an der Gepäckrückgabe ‒ und schon war das Erlebte Erinnerung, die müde, aber glücklich den Familien berichtet wurde.

Ein so schönes Erlebnis bleibt noch lange Zeit in den Gedanken und die Freunde, die man gefunden hat, bleiben auch bestehen, selbst wenn der Schulalltag wieder weitergeht.

Pia Hogrefe (10A)

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