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![]() Winston Churchill |
"Die Demokratie ist die schlechteste Staatsform – mit Ausnahme all jener anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind." |
Die ironische Anmerkung Winston Churchills berührt sowohl Ziele und Inhalte des Geschichtsunterrichts als auch des Unterrichts in Politikwissenschaft und Sozialkunde, denn sie weist auf höchst aktuelle Probleme demokratischer Gesellschaften hin.
Jugendliche und junge Erwachsene zur Teilhabe am politischen Leben und zur Gestaltung
und kritischen Begleitung ihres demokratischen Gemeinwesens zu motivieren und zu befähigen,
sind vorrangige Ziele dieses Unterrichts.
Die Vergangenheit muss dabei mit einbezogen werden, um Bezugspunkte für die Orientierung
in der Gegenwart zu haben. Damit ist jedoch nicht "Lernen aus der Geschichte" gemeint,
sondern an der Geschichte die Vielfalt von Deutungen zu erkennen, verschiedene Perspektiven
zu betrachten und zu verstehen und kritische Urteilsfähigkeit zu erlangen.
Dieses wird insbesondere in einem immer enger zusammenwachsenden Europa wichtig, in dem
nicht mehr nur die nationale, sondern auch die europäische Geschichte in ihrer Gemeinsamkeit
und in ihrer Verschiedenheit gesehen werden muss.
Deshalb gewinnt der europäische Gedanke – besonders an unserer Europaschule – einen immer
höheren Stellenwert.
Diese Ziele versucht der Fachbereich Geschichte/Politikwissenschaft, der jeweiligen Altersstufe angemessen, im Unterricht der Sekundarstufe I (leider ab dem jetzigen 7. Jahrgang in Klasse 9 und 10 auf zwei Wochenstunden gekürzt) und in der Sek.II in den Grund- und Leistungskursen Geschichte und Politik und künftig (hoffentlich) in einem Wahlpflichtfach Geschichte/Politik in Kl. 9 und 10 zu verwirklichen.
Dazu gehört für uns auch, die Schüler zu eigenständigen, aber auch von uns begleiteten Außenkontakten zu ermutigen (s. Aktivitäten), wozu der dicht gedrängte Unterricht leider nicht immer genügend Raum lässt.