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Die Hinreise: Montag und Dienstag
Alles fing ganz locker an, dachten wir: Osterferien vorbei, einen Tag Schule, und abends
dann mit dem Nachtzug nach Paris. Am 4. April 2005 ging es los, im Glauben, am nächsten
Morgen würden wir im Gare du Nord ankommen. Die Schlafplätze wurden verteilt an alle außer
Sandra, Andi und Fede, die Cash bevorzugten und für 20€ die Nacht im Sitzen verbringen wollten.
Das Bahn-Personal super nett, alle gut drauf – die ganze Nacht durch bis Dienstagmorgen, als
klar wurde, dass der Aufenthalt an der belgischen Grenze länger war, als für unseren Zeitplan
verträglich war. Aber Sicherheit hat ja ihren Preis... oder so. Für uns bedeutete das konkret:
Wir waren in Belgien und unser Anschlusszug in Paris-Montparnasse war kurz davor gen Norden
loszufahren. Und es war auch nicht klar, wo wir jetzt Hannes und Kathi auffinden würden, die
bereits Tage vorher nach Paris gereist waren... aber mit ein wenig Glück und Geduld konnten
wir ein paar SMS zwischen den Funklöchern Belgiens nach Paris absetzen. Einige Stunden und ein
paar Tassen Kaffee später dann saßen wir endlich im TGV – dem schnellsten Zug Europas. Schnell
ja, aber Komfort? Fehlanzeige. Unsere Gruppe von 20 Personen saß in einem Pseudo-Abteil direkt
hinterm Triebkopf. Dieses Abteil vereinigte Flugzeug und Schiff: Die Geräuschkulisse eines
startenden Airbus mit den Bullaugen eines U-Boots als Fenster. Das hieß: Warten, warten,
warten bis wir in Guingamp ankamen, denn schlafen ging aufgrund der Druckschwankungen im
Zug nicht wirklich. In der Regionalbahn nach Lannion kamen wir uns dann schon heimeliger vor.
Noch schöner war allerdings das Bett nach dem Abendessen in unseren jeweiligen Gastfamilien...
Pas de problème on pensait: les vacances de paques était passés, il nous restait un
jour à l’école jusqu’au départ en train de nuit pour Paris. C’était le 4 avril 2005 et
nous avons pensé que le matin suivant nous arriverions à la Gare du Nord. Malheuresment le
train avait quelques heures de rétard à cause d’un fenêtre cassée à la frontière belge, et
nous ratavions le train pour la Bretagne. Quelques heures et plusieurs cafés plus tard on
se trouvait dans le TGV pour Guingamp et peu après dans lequel pour Lannion. Après cette
voyage presque aventure chaqu’un de nous a pris beacoup plaisir à se laisser tomber au lit.
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Mittwoch: der erste Schultag
Wir waren alle in verschiedenen Familien untergebracht, und so kam es, dass einige bis zu
eine Stunde Bus fahren mussten, um zum Lycée in Lannion zu gelangen. Um acht Uhr sollte
die Schule beginnen – allerdings überlappte unser Austausch sich mit den Weigerungen wider
dem Versuch, das französische Schulsystem zu reformieren. Für uns bedeutete das: Warten im
Nieselregen, denn das Lycée war verschlossen, und zwar für Lehrer sowie Schüler. Irgendwer
erkannte, dass wir Besucher waren – ein Segen für uns, denn ein provisorischer Empfang wurde
von einigen Schülerinnen in einer Art Cafeteria für uns veranstaltet, bei dem es sogar warme
Getränke und Kekse gab. Für eine Stunde ungefähr, denn dann mussten wir wieder hinaus in die
Kälte: Letztendlich war die Schule ja geschlossen, Ausnahmen hin oder her... also sind wir
durch die Gegend gelaufen und haben es uns in schließlich einem Park gemütlich gemacht, bis
wir uns dazu durchringen konnten, in ein Café zu gehen und heiße Schokolade zu trinken.
Chaqu’un était logé chez la famille de son correspendent et comme ça le chemin de
l’école differait de quelques pas à plusieurs kilomètres. On se rencontrait à heit heures
et normalement il nous ait fallu visiter le cours noté sur l’oraire que nous avons reçu.
Mais ce jour-là l’école était bloqué par plusieurs élèves actifs qui ne voulaient pas
accepter les nouveaux loix sur les établissements scolaires. C’étair tellement interessant
d’apprendre jour pour jour les informations sur le progrès du bloquse. Même que les actions
sur le cour étaient interessants, le temps froid nous pressait au centre- ville pour se
dégeler avec un café.
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Donnerstag: Rallye statt Unterricht
Eigentlich waren für den Donnerstagmorgen ein Paar Stunden Unterricht angesetzt.
Aber – die Schule wurde ja bestreikt. Also haben wir während unserer Stadtrallye im
bretonischen Nieselregen die schöne Stadt Lannion kennengelernt. Nachmittags dann ging
es im Bus zur Ile de Brehat. Den Rest des Tages verbrachten wir dort im Sonnenschein.
Sonnenschein, das heißt für die Bretonen: Sonne, Regen, Sonne, Regen, dann wieder Sonne,
treu dem Motto "En Bretagne, il fait beau plusieurs fois par jour."
Normalement le jeudi avait été réservé pour des cours en classe, mais comme la
bloquse continuait on avait la chance de faire la connaissance de Lannion en essayand de
trouver les réponses aux questions comme "combien de marches il faut passer pour atteindre
le chateau?". L’après-midi on a visité l’Ile de Bréhat qui était vraiment belle. Le soleil
aussi brillait, même que interropté par des averses.
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Freitag: Kirchen gucken statt Segeln
Eigentlich war für diesen Tag Segeln auf Mini-Katamaranen angesagt, aber zum Wetter passte
eher eine Busrundfahrt, um die Kirchen der Bretagne und ein altes Steingrab zu bewundern.
Frau Jancik wusste zu jeder Kirche eine kleine Geschichte zu erzählen, nur beim Steingrab
Carnin de Barnenez konnten wir uns vor und nach der spontanen Führung auf dem großen Grundst
ück frei austoben und die Natur genießen. Abends ging es dann noch auf ein Konzert der
Jungendbands aus Lannion.
Il y a quelques siècles que la Bretagne était tellement riche à cause de son commerce
ave des voiles fabriqué en Bretagne et utilisé sur les océans du monde. De ce temps restent
les plusieurs églises magnifiques pour chaqu’une de celles que nous avons visité notre prof
avait une histoire à raconter. D’une époque beaucoup plus tôt est le cairn de l’âge de la
pierre, au millieu d’un champ sur lequel nous profitions du soleil brillant. La soirée nous
sommes allés au concert reggae-ska des groupes locales, dont le groupe d’un corres français
et ses frères.
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Samstag: Tag in den Familien mit Party im
Niemandsland
Den Gros des Tages verbrachten die meisten mit Spaziergängen, Museumsbesuchen und der
Vorbereitung auf die Party bei Maïra, die allerdings fernab jeglicher Zivilisation auf
einem Aussiedlerhof wohnte – weshalb alle bei ihr übernachtet haben.
Journée en famille
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Sonntag: Tag mit den Familien
Der Sonntag verlief um einiges friedlicher als der Samstag; es war der Tag in den Familien,
so, wie er in jedem Schüleraustausch vorkommt.
Journée en famille
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Montag: LPO
Am Montag haben wir die LPO, die Ligue pour la Protection des Oiseaux, (zu deutsch:
Liga des Vogelschutzes) besichtigt. Dort erhielten wir während eines Vortrags einige
interessante Informationen bezüglich der in der Bretagne beheimateten Vögel. Danach haben
wir noch essbare Schnecken im Watt gesammelt und die Weite des Wattenmeeres dem uns
verfolgenden Hund gezeigt.
Visite du centre de la Ligue pour la Protection des Oiseaux. On a reçu beaucoup
d’informations sur les oiseaux de la Bretagne, de ceux qui sont ménacés de disparition,
comme les oiseaux marins et leur répopulation couronnée dans la région des Sept-Iles.
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Dienstag: Segel-Turn und Eigenpräsentation
Am Dienstag war es dann endlich soweit: Segeln auf Mini-Katamarans! Thekla ging erstmal
baden, als ihr Katamaran drohte, gegen eine Kaimauer zu stoßen. Während Frau Landt und
Frau Jancik, die als Weisungsberechtigte selbstverständlich aus Sicherheitsgründen an
Land blieben, durch diese Aktion eher geschockt wurden, nahm der Rest der Gruppe Theklas
Missgeschick als Erheiterung auf. Kurze Zeit später begann auch schon der inoffizielle
Wettkampf "Wer ist am geschicktesten? Mein Katamaran, ich, oder die anderen?" Danach
genossen wir am Strand die wärmende Sonne, zu einem Ausmaß, das sicherlich nicht gesund
war... Einige liefen die darauf folgenden Tage wie Beduinen durch Lannion – eine Sache,
die schräge Blicke auf unsere Gruppe zog, denn Verschleiern ist in Frankreich in
öffentlichen Einrichtungen eigentlich untersagt.
Zurück in Lannion ging es sogleich zum Empfang ins Rathaus von Lannion: Wir waren die
erste deutsche Schülerdelegation, die jemals in Lannion war. Als Gastgeschenk erhielten
wir nach einer Präsentation über den Technologiepark Lannion von den stolzen Gastgebern
Kugelschreiber, Aufkleber und der gleichen. Es war ein regionales Großereignis – in der
Sud-Ouest, eine Tageszeitung mit einer Auflage von 320.000 Exemplaren, war ein großes Foto
unserer Gruppe zu sehen; eine andere Tageszeitung berichtete sogar mit Farbfotos über uns.
Um den Tag ausklingen zu lassen, wurde danach ein Bowling-Abend veranstaltet.
Le mardi nous avons fait de la voile. D’avord l’utilisation du catamaran semblait
vraiment difficle, mais peu après la compétition du catamaran plus vite était la seule
chose intéressante, même si la côte vu du mer semblait magnifique.
Après tout ce sport de compétition haut niveau la phase de récréation sur la plage était
bienvenue. Le soleil brillair, mais malheuresment si fort, que quelques de nous paraissent
à avoir pris trop de couleur. C’était le soir des tomates à Lannion, qui étaient tout de
suite présentés à la mairie, où nous étions reçus et bienvenus officiellement. Enfin cet
accueil était vraiment amusant, et un spectacle dont les grands journales (Ouest-France p.e.)
ont reporté.
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Mittwoch: Projektarbeit statt Filmgucken
Eigentlich sollten wir am Mittwoch einen Film gucken, allerdings... war die Schule ja
geschlossen. Also beschlossen wir, lieber an unseren Zeitungsartikeln zu arbeiten, die
kurz nach unserer Abreise in der Sud-Ouest veröffentlicht werden sollten. Da wir aus
offensichtlichen Gründen genug Zeit hatten, war die Arbeit in den kleinen Gruppen
unterhaltsam, aber dennoch produktiv.
C’était notre tache d’ecrire des articles pour les journales français et allemends
sur les parallèles et différences franco-allemends dans la musique.
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Donnerstag: Ein Tag wie kein anderer
Am Donnerstag haben wir für alles kompensiert, was im Laufe der letzten Woche auf der
Strecke blieb. Zunächst sind wir für zwei Schulstunden mit unseren Korrespondenten in den
Unterricht gegangen. Danach diskutierte eine kleine Gruppe von uns mit einem Reporter der
Sud-Ouest über das anstehende Referendum – der Volksentscheid, ob der EU-Verfassung
zugestimmt werden sollte oder nicht. Für einige war dies eine sehr aufschlussreiche
Diskussion, wurden doch detaillierte Informationen über dieses Schriftwerk in Deutschland
der Öffentlichkeit durch die Medien vorenthalten.
Danach ging es mit dem Bus zu den Sept Iles, ein Natur-Reservat, das wir von einem Boot
aus besichtigen konnten. Dort gab es derart viele Vögel, dass man in manchen Fällen sich
nicht sicher sein konnte, welche Farbe der Untergrund der Felsen hatte, auf denen die Vögel
saßen.
Abends teilte sich unsere Gruppe zur Abschiedsfeier auf; einige gingen in eine Crêperie,
andere gingen zu Julia, die, wie Maïra, in einem Haus in der freien Natur wohnte.
Le jeudi on faisait tous le choses qui n’étaient pas fait les jours passés. Par exemple
on avait la chance de participer aux cours au lycée, et ça nous présentait que les cours en
France sont presque pareils qu’en Allemagne.
Peu après nous travaillions sur les articles encore une fois, et quelque de nous avaient
la possibilité de discuter avec un réporter d’un journal sur le référendum sur la
constitution européenne. C’était vraiment interessant, comme les français semblaient
beaucoup plus profondement informé sur le cas, et comme ça nous avons appris beaucoup.
L’après-midi on se trouvait encore une fois sur un bateau, mais ce fois pas sur un
catamaran, mais sur un bateau de la LPO, qui nous laissait la possibilité de appliquer
les factes appris quelque jours avant. Les îles étaient étonnement populé par des oiseaux.
Comme c’était la dernière soirée à Lannion, quelques fêtaient dans une crêperie, autres
chez un corres.
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Freitag: Besichtigung von Paris
Am Freitagmorgen fuhren wir mit dem Regionalzug und dem TGV zurück nach Paris, wo wir einen
Aufenthalt von gut acht Stunden hatten. Es blieb also genug Zeit, die typische
Touristen-Checklist abzuarbeiten: Vom Dach des Lafayette ging es zunächst zur Mona
Lisa im Louvre, Bummel auf der Avenue des Champs-Élysées, Besichtigung des Arc de
Triumph, Besuch des Centre Pompidou, Essen bei McDonald’s, Kaffee trinken bei StarBucks’s
und Souvenirs für die Daheimgebliebenen kaufen. Um all dies in den straffen Plan zu
bekommen, mussten wir das Metro-Netz gut verstehen – dennoch blieb letztendlich der
Eiffel-Turm außen vor... vielleicht nächstes Mal? Zum Glück mussten wir während unserer
Stadterkundung nicht auch noch all unser Gepäck mit uns herumtragen: Dank Frau Jancik’s
Connections blieb dies sicher verstaut in einem Apartment unweit der Avenue du Maine.
In nächster Nähe dieses Apartments gab es auch noch einen kleinen Lebensmittelhändler,
bei dem wir uns mit all den Dingen eindecken konnten, die wir vergaßen, in der Bretagne
zu kaufen: Cidre, Galettes, Crêpes und gesalzene Butter. Abends verließen wir Paris im
Nachtzug vom Gard du Nord, allerdings sollte die Nacht nicht allzu lang andauern, denn
eine Scheibe unseres Wagons platzte. Diese wurde fachmännisch entfernt, was so viele
Glassplitter produzierte, dass der Wagon evakuiert werden musste – ein Glück hatte das
Bahn-Personal die Situation gut unter Kontrolle, sodass wir bald wieder schlafen konnten.
On partait le matin et arrivait le midi à Paris. Grâce à plusieurs heures restant
jusqu’au départ du train pour Berlin, on visitait Paris dans des petits groupes. Bien sûr
c’étaient les grandes monuments qui étaient d’interêt, et comme ça les heures passaient
rapide. Enfin chaqu’un de nous profitait des lits dans le train, et peut-être que quelque
de nous rêvaient des aventures vécu à Lannion!
Lannion, á la prochaine!
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Samstag:
Mit etwas mehr als einer Stunde Verspätung kamen wir in Berlin an – müde aber glücklich.
Bis zum nächsten Mal, Lannion!
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