Albert-Einstein-Gymnasium
Berlin-Neukölln (Britz)
1947 - 2000
Im Herbst 1997 feierte das Albert-Einstein-Gymnasium sein 50jähriges Bestehen: Ein großes Fest am 26.9.97 bildete den Abschluss einer Projektwoche; am Tag daraufveranstalten Schülerinnen und Schüler einen Ball. Diese Aktivitäten zeigten, mit wie viel Einsatz, Phantasie und intellektuellem Engagement alle am Schulleben Beteiligten sich auf dieses Jubiläum freuten.
Nach seiner Gründung 1947 war das Gymnasium zunächst im Gebäude der heutigen Fritz-Karsen-Gesamtschule untergebracht, bis am Beginn der fünfziger Jahre ein Neubau auf dem schon 1926 von Bruno Taut am Rande der Hufeisensiedlung vorgesehenen Grundstück bezogen werden konnte.
1954 erhielten Schülerinnen und Schüler von Albert Einstein die Zustimmung, dem neuen Gymnasium seinen Namen geben zu dürfen. Seither bekommen Abiturienten mit ihrem Zeugnis eine Kopie von Albert Einsteins Schreiben, deren Originale an der Schule verwahrt werden.
Mehrfach bewirkten steigende Schülerzahlen Erweiterungen: Aus einer Filiale entstand Anfang der achtziger Jahre das heutige Leonardo-da-Vinci-Gymnasium. Zehn Jahre später erhielt das Albert-Einstein-Gymnasium seine heutige Gestalt mit einem gelungenen Erweiterungsbau, der 1992 mit dem Architekturpreis des BDA ausgezeichnet wurde.
Wegen stetig steigender Schülerzahlen und nicht zu bewältigender Anmeldungen ließ der Bezirk Neukölln das Albert-Einstein-Gymnasium erneut die Gründung eines weiteren Gymnasiums vorbereiten: Aus einer seit 1994 geführten Filiale entsteht in Rudow das sechste Gymnasium Neuköllns; der Neubau wird rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahres im Sommer des Jahres 2000 bezogen.
Zwei wesentliche inhaltliche Weichenstellungen wurden in den letzten Jahren vollzogen: Rechtzeitig zum Schuljahr 1999/2000 wurde von der Senatsverwaltung für Schulwesen der musische Schwerpunkt als Schulprofil anerkannt. Die Pflege der italienischen Sprache am Albert-Einstein-Gymnasium, eingebettet in das langjährige erfolgreiche Bemühen, durch vielfältige Schulkontakte nach Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen und in die Tschechische Republik den Schüler/innen europäische Kompetenz zu vermitteln, hatte den Antrag auf Fortführung der Staatlichen Europaschule Berlin/Italienisch zur Folge. Diesem Antrag wurde im Sommer 1999 stattgegeben: im Sommer des Jahres 2001 wechselt der Pilotjahrgang des bilingualen Zuges von der Finow-Grundschule hierher.
Betreff: Ihre Homepage, Seite 'Geschichte'
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin ehemaliger Schüler der AEO, Abiturientenjahrgang 1958. Anlässlich unseres 50. Abitur-Jahrestages werden wir am 4.3. dieses Jahres in Ihrer Schule empfangen. Aus diesem Anlaß habe ich in Ihrer Homepage geblättert, wobei mir auf der Seite 'Geschichte' folgendes aufgefallen ist:
Sie schreiben, dass das Gymnasium nach seiner Gründung zunächst im Gebäude der heutigen Fritz-Karsen-Gesamtschule untergebracht war. Das ist nicht ganz richtig.
Nach seiner Gründung im Jahre 1947 war die damalige '5. Oberschule Wissenschaftlichen Zweiges' zunächst in einem kleinen alten Schulgebäude in der heutigen Backbergstr. (die vor 1950 Karl- bzw. Kirchstr. hieß) gegenüber der Britzer Dorfkirche untergebracht (siehe 3 beigefügte Bilder).
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1948 fand dort die erste 'Reifeprüfung' statt. Der Umzug in die Fritz-Karsen-Schule ('Onkel-Bräsig-Schule') muß wohl etwa in 1949/50 erfolgt sein. Unser Jahrgang hat 1951 schon dort angefangen und war als 'Untermieter' in dem Quer- und einem Teil des Hauptgebäudes untergebracht.
Abschließend noch eine Frage: Gibt es in der AEO so etwas wie ein Schul-Archiv? Wenn ja, könnte ich bei Interesse eine Original-Einladung zur Namensgebung der Albert-Einstein-Schule am 13.11.1954 und 4 Ausgaben der Schülerzeitschrift 'La Racine' von 1957/58 (Ausgaben 2, 3, 6 und7) spenden.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Bengsch