Einleitung

Dieser Text von Klaus Lehnert, Schulleiter der AEO von 1989 bis 2007, leitete seit vielen Jahren die Homepage unserer Schule ein. Die Aussagen des Textes bleiben gültig; alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass Charakter und Besonderheit der Schule, konzentriert auf den musischen Schwerpunkt, die Öffnung nach West- und Osteuropa, die intensive Nutzung außerunterrichtlicher Angebote, freundlichen und respektvollen Umgang miteinander und das Streben nach umfassender und hoher fachlicher und sozialer Qualifikation, bewahrt und weiterentwickelt werden sollen.

Wer in dieser Homepage blättert, findet die Aussagen dieses Textes im Schulalltag von Leben erfüllt: So z. B. durch die Selbstdarstellung der Arbeit der meisten Fachbereiche, Fotos und Dokumentationen zahlreicher Theater- und Konzertaufführungen, nicht zuletzt der Unterzeichnung des "Protokolls der Übereinkunft über die italienisch-deutsche Zusammenarbeit (...)" im März 2007 durch den Botschafter der Republik Italien, S.E. Herrn Antonio Puri Purini, und den Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Prof. Dr. Jürgen E. Zöllner. Damit ist die Zukunft des SESB-Zuges gesichert.

In diesem Schuljahr (2010/11) kommen die Folgen der Verkürzung der Schulzeit an Gymnasien auf 12 Jahre in die "kritische Phase": Mehr als 330 SchülerInnen sind in der "Qualifikationsphase" angekommen und werden im nächsten Schuljahr ihr Abitur ablegen. Die Grundsatzentscheidung, die Kurse nach Jahrgängen dort getrennt zu organisieren, wo es möglich ist, und dort gemeinsam, wo es sinnvoller ist, scheint die erste Bewährungsprobe zu bestehen: Die Kursfrequenzen sind besser als sonst üblich und alle SchülerInnen erleben beide Kurstypen. Die Zahl der Anträge auf Leistungskurswechsel hält sich in Grenzen, die Stimmung in den Kursen ist wie gewohnt, natürlich unterschiedlich, aber insgesamt gut.

Weniger gut erscheinen uns die Folgen der Schulzeitverkürzung in den Klassen 7 bis 10: Die "Verdickung", sprich Verlängerung des Schultages auf 8, manchmal (z. B. mit Religion, Latein und/oder einer AG, in der Oberstufe mit Sport) auf 9 oder sogar 10 Stunden, kostet wohl alle, Schüler wie Lehrer, mehr Kraft und Nerven, als sie an Wissen oder Können einbringt.

Die neue Cafeteria, für deren Nutzung die Pausenordnung etwas geändert wurde (eine Pause von 30 Minuten), wird erst im Januar 2011 funktionsfähig sein (wenn nicht noch eine Verschiebung eintritt ...), bis dahin danken wir Frau Bolinski für ihr Bereitschaft, noch einmal einzuspringen, und hoffen auf Hilfe durch Eltern und/oder Schüler.

Die drängenden Raumprobleme wurden durch drei Räume im Bereich der Alfred-Nobel-Schule und durch die provisorische "Umwidmung" des Werkraums notdürftig gelöst - dabei muss daran erinnert werden, dass den Schülern nur ein winziger Aufenthaltsraum (allerdings auch die Präsenz-Bibliothek im 2. Stock!) zur Verfügung steht, dass die ehemaligen Geschichts- und Deutsch-Fachräume zu Unterrichtsräumen umgewidmet wurden, dass die Klassenräume ständig von anderen Klassen und Kursen mitbenutzt werden: mehr Raum wäre die wichtigste Veränderung, um "normale" Unterrichtsbedingungen herzustellen.

Zu dieser Normalität gehört aber auch jetzt, dass alles, was möglich ist, getan wird, damit das Albert-Einstein-Gymnasium eine Schule ist und bleibt, an der sich Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern und alle Mitarbeiter wohl fühlen, gerne lernen und lehren, weil sie die AEO als ihre Schule ansehen können.

Berlin, den 12.09.2010 Holger Ambrosius
(Schulleiter)