Der Kommentar zur Schul- und Bildungspolitik "Betrieb Schule" von Hinrich Lühmann im "Tagesspiegel" vom 28. Oktober 2007 ist im Kollegium des Albert-Einstein-Gymnasiums auf einhellige Zustimmung gestoßen. Ohne die Notwendigkeit von Veränderungen zu verneinen, stellt er in den Mittelpunkt, was nach wie vor wesentlich ist: Freiheit, Kraft und Zeit für engagiertes, kompetentes und an den Menschen orientiertes Unterrichten.
Ergänzen möchten wir nur die Frage, ob es klug ist, die Schulzeit bis zum Abitur im Gymnasium generell zu verkürzen, statt all denen, die es gerne wollen, das Überspringen z. B. der 11. Klasse großzügig zu erleichtern. Jetzt schon werden negative Folgen der "Verdickung", also der Erhöhung auf 33 bis 35 Wochenstunden für die 7. und 8. Klassen, sichtbar:
Viele Berichte aus den Bundesländern, in denen es längere Erfahrungen mit der verkürzten Schulzeit gibt, weisen genau auf diese Probleme hin.
Es steht zu befürchten, dass Schule damit genau jene Qualitäten gefährdet, die dem Humboldt’schen Bildungsideal entsprechen und die mehr im Sinne haben, als den "Output" messbar zu steigern.